Schlagwort: Jugend

Warnung des DGB Nord vor einer Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe: „Auszubildende brauchen eine Ombudsstelle.“

12. April 2011  Pressemitteilungen
Kellnerin (Quelle: pixel0908@flickr - CC-BY-ND)

Kiel. DIE LINKE im schleswig-holsteinischen Landtag fordert die Landesregierung auf, jetzt endlich ihre Rechtsaufsicht wahrzunehmen und eine Ombudsstelle für Auszubildende zu installieren. Hintergrund ist die heftige Kritik des DGB Nord an den Ausbildungsbedingungen im Schleswig-Holsteinischen Gastgewerbe und der Rat des DGB-Jugendsekretärs an Jugendliche, eine Ausbildung in diesem Bereich zu meiden.

„Die Auszubildenden im Gastgewerbe brauchen einen Ansprechpartner, der ihre Interessen wahrnimmt und die Betriebe brauchen eine ernsthafte Korrekturinstanz, um zu merken, was geht und was nicht“, sagt Björn Thoroe, wirtschafts- und ausbildungspolitischer Sprecher der LINKEN. „Minister de Jager muss endlich handeln, wenn er Schaden von der Branche und von den Auszubildenden abwenden will. Es darf nicht dazu kommen, dass die erste Erfahrung im Arbeitsleben von Jugendlichen aus Schikane und Herabwürdigung besteht.“
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Wellness-Tempel statt Kinderschwimmen: „Pläne der Übergangsregierung zum Thermalbad Schleswig sind infrastruktureller, wirtschaftlicher und sozialer Wahnwitz.“

22. September 2010  Pressemitteilungen

Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag kritisiert die millionenschwere Investition in ein Thermalbad in Schleswig. Von den 9,8 Millionen Euro, die das Luxusprojekt kosten soll, werden 1,4 Millionen vom Land Schleswig-Holstein getragen. Gleichzeitig stehe das Schleswigsche Bad in kommunaler Trägerschaft vor dem Aus, weil die Sanierungsarbeiten zu teuer sind. Ganzen Beitrag lesen »

Scheitern der Bürgerschaftsinitiative „Ja, zur Primarschule“ in Hamburg: „Wir müssen und werden in der Bevölkerung weiter für eine gerechte Schulpolitik werben!“

19. Juli 2010  Pressemitteilungen

Kiel. DIE LINKE bleibt bei ihrer Forderung nach einer Gemeinschaftsschule bis Klasse 10. „Längeres gemeinsames Lernen bis Klasse 6 wäre ein erster Schritt gewesen die frühzeitige soziale Selektion zahlreicher SchülerInnen zu verhindern und mehr Jugendlichen die Möglichkeit zu geben höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen“, erklärte Björn Thoroe. Dass die Primarschule scheiterte, sei bedauerlich.

„Angesichts fragwürdiger Initiativen wie ‚Wir wollen lernen‘, denen es lediglich um die Verteidigung ihres elitären Status geht und die mit viel Geld, sowie der Unterstützung der Springer-Medien arbeiten, ist für DIE LINKE klar: „Leider konnten wir die einkommensschwachen Schichten nicht zu einer Stimmabgabe bewegen. Wir müssen und werden in der Bevölkerung weiter für eine gerechte Schulpolitik werben.“ so Thoroe abschließend.

Zum Wahlrecht ab 16

09. Juli 2010  Dreiminutenbeiträge, Reden

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

Dem, was Herr Bernstein hier gesagt hat, will auch ich etwas entgegensetzen. Ich bin noch zehn Jahre jünger als er, ich bin erst 25. Ich war letztes Wochenende auf einer Veranstaltung meiner Jugendorganisation. Da hat sich eine Menge Leute bei großer Hitze ernsthaft über Politik unterhalten. Denen will ich jederzeit zubilligen, wählen zu dürfen, selbstverständlich genauso wie den Mitgliedern der Jungen Union.

(Zurufe)

Ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass das ein bisschen Eigennutz ist, dass Sie sich gegen die Absenkung des Wahlalters stellen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Sie nicht wollen, dass die 16- und 17-Jährigen, die von Ihrer Schulpolitik betroffen sind, darüber abstimmen, wer im nächsten Landtag sitzt. Denn ich glaube, Sie würden von diesen jungen Menschen so gut wie keine Stimme bekommen.

(Beifall bei der LINKEN)

Bei der Schuldenbremse sieht es ähnlich aus. Sie argumentieren immer, für die junge Generation zu handeln, und scheuen sich davor, die Quittung für Ihre Politik zu bekommen.

(Christopher Vogt [FDP]: Ja, geil!)

Auch in der CDU und in der FDP dürfen Parteimitglieder – seien sie auch 16 – selbstverständlich über das Wahlprogramm mit abstimmen, über das Bundestagswahlprogramm, über das Landtagswahlprogramm, und diese Wahlprogramme ändern die Politik in diesem Land. Deshalb glaube ich, dass es sinnvoll wäre, jungen Menschen mit 16 das Wahlrecht zu geben. Meinetwegen können wir auch gern darüber diskutieren, ob das schon mit 14 der Fall sein soll.

(Beifall bei der LINKEN)

Bildungsproteste: „Ein gelungener solidarischer Protest.“

02. Juni 2010  Pressemitteilungen

Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag beglückwünscht die Schülerinnen und Schüler zu ihrem erfolgreichen Protest. Auf der Kundgebung vor dem Bildungsministerium outete Björn Thoroe den Zusammenhang zwischen der selbstverschuldeten Schuldenbremse und den Kürzungen im Bildungsbereich. Es sei zynisch, die Kürzungen damit zu begründen, sie seien zum Besten der nächsten Generationen. „Eure zahlreiche Anwesenheit heute hier beweist das Gegenteil!“

Jetzt liege es an allen an Schule Beteiligten, gegen die verfehlte Politik der Landesregierung mobil zu machen. „Die solidarischen Proteste sind nur der Anfang. Niemand im Land ist noch bereit, die Kahlschlagpolitik mitzutragen, oder auch nur zu akzeptieren“, so Thoroe. Dabei sollten sich die Schülerinnen und Schüler nicht gegen andere Gruppen ausspielen lassen, die ebenfalls von Kürzungen betroffen seien. „Diese Sparpläne sind in allen Bereichen katastrophal. Wir müssen gemeinsam dagegen vorgehen und nicht gegeneinander.“

DIE LINKE in Kiel bewertet den Schülerstreik mit rund 2000 Teilnehmern als erfolgreiches Zeichen gelebter Demokratie. Es sei gelungen, nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch breite Bevölkerungsschichten in den Protest mit einzubeziehen.

Die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE werden auch morgen an den zahlreichen Kundgebungen in ganz Schleswig Holstein teilnehmen. „Lehrer und Schüler protestieren gemeinsam gegen den Sparwahnsinn von schwarz-gelb. Die Solidarisierung von Schülern und Lehrern zeigt, dass die Demotivierungs- und Spaltungspolitik der Landesregierung nicht die gewünschten Folgen hat“, sagt Ellen Streitbörger, bildungspolitische Sprecherin Der LINKEN. „Herr Klug unterschätzt den kritischen Geist der Jugend und der Lehrkräfte im Land“, so Streitbörger.

Zur Verankerung der „Schuldenbremse“ in der Landesverfassung

19. Mai 2010  Reden
Björn Thoroe hält Landtagsrede

Herr Präsident! Meine Damen und Herren!

Ich spreche hier als ein Vertreter der jüngeren Generation, als ein Vertreter der Generation, die Sie so gern als Begründung für Ihre Schuldenbremse anführen.

(Zuruf des Abgeordneten Wolfgang Kubicki [FDP])

Sie stellen die Zukunft meiner Generation unter einen Finanzierungsvorbehalt.

Was bei dem, was Sie hier beschließen, herauskommen wird, ist doch völlig logisch. Es wird dabei herauskommen, dass Unis und Schulen verfallen; es wird dabei herauskommen, dass Studierende und Schülerinnen und Schüler schlechter betreut werden; es wird passieren, dass Jugendclubs geschlossen werden; es wird passieren, dass Jugendliche auf dem Land nicht mobil sein können, weil nur zweimal am Tag ein Bus fährt. Und Sie verkaufen es als Wohltat – weil Sie ja sparen müssen -, wenn jugendliche Hartz-IV-Empfänger keine eigene Wohnung haben dürfen.
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Über Jugendoffiziere: „DIE LINKE möchte Friedenserziehung in den Schulen.“

19. Mai 2010  Reden
Björn Thoroe hält Landtagsrede

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

Zu Beginn möchte ich ein paar kurze Sätze zum Antrag der SPD sagen. Er enthält ja ein paar gute Ansätze. Deshalb würde ich vorschlagen: Schicken Sie ihn an Ihre Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz! Dort wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Bundeswehr über den Einsatz von Jugendoffizieren in Schulen geschlossen. Dort hätte die SPD auch die Mehrheit, diesen Antrag zu beschließen. Sie müssten dann außerdem noch finanzielle Mittel für die Friedensorganisationen zur Verfügung stellen. Es wäre ein äußerst ungleicher Kampf zwischen Ehrenamtlichen aus der Friedensbewegung und psychologisch geschulten Jugendoffizieren.

Dass Jugendoffiziere in Schulen auftreten dürfen, ist aus unserer Sicht skandalös. Die Schulen haben eine Fürsorgepflicht, und Schulen sollten möglichst neutral Wissen vermitteln. Beides wird durch Auftritte von Jugendoffizieren oder das Planspiel POL&IS konterkariert.
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